Es geht weiter…

Lange, lange ist hier nichts mehr passiert, deshalb wird es Zeit mich mal wieder zu melden…

Bis vor ein paar Wochen habe ich in den letzten Monaten kaum dem Kartonmodellbau gefrönt, weil ich unschlüssig war, womit ich konstruktionstechnisch in meinem Kleinverlag weitermachen soll. Im nächsten Jahr hätte ich auch noch 10jähriges Verlags-Jubiläum und da soll ein passender Modellbaubogen erhältlich sein. Die Gretchenfrage ist allerdings seit Monaten: Eisenbahn oder doch wieder Schiffe? Außerdem habe ich den letzten Arbeitstag herbeigesehnt und nichts Neues anfangen wollen. Nun bin ich offiziell im Ruhestand und habe hoffentlich ganz viel Zeit für den Modellbau.

Nach vielen Überlegungen und Gedankenspielen ist mein Ausflug in die Eisenbahnwelt beendet, weil ich einerseits für mich keinen passenden Maßstab gefunden habe und es andererseits schwierig ist, an Zeichnungen sowie Fotos insbesondere von den Drehgestellen heranzukommen. Ein Kasten mit aufgedruckten Rädern und Federn kommt bei mir nicht in Frage. Mein erster Eisenbahn-Modellbaubogen der KÖF II in 1:45 hat eine wunderbare Detaildichte erhalten und ist ein prima Modell geworden. Allerdings käme eine BR 103, V200 oder eine Siemens Vectron in jeweils ähnlicher Detaildichte bestimmt auf 20 Bogen. Deswegen hatte ich mich umentschieden und erneut die KÖF II in 1:87 konstruiert. Das Modell ist schon deutlich kleiner, aber auch längst nicht so detailreich wie der „große Bruder“. Dafür reduziert sich aber der Materialeinsatz.

Des Weiteren hatte ich ja auch die kleine Hoffnung, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen und dass ich mir nebenbei eine kleine Modellbahnanlage aufbauen kann – das hat sich nach ausführlichen Planungen und Recherchen aus Platzgründen und insbesondere aus Kostengründen ebenfalls erledigt. Apropos Kosten … wirtschaftlich soll sich ein Modellbaubogen für mich ja auch noch lohnen, auch wenn ich zu allererst Spaß bei der Konstruktion eines Modells haben möchte und dabei nicht auf die Auflagenzahl schaue. Aber … die KÖF II – insbesondere in 1:87 – verkauft sich längst nicht so gut wie eines meiner Schiffsmodellbaubogen.

Wenn also in 1:45, dem von mir (eigentlich) bevorzugten Maßstab, doch wieder so viele Bogen für ein Modell benötigt würden, damit ein Modell KvJ-typisch einigermaßen detailliert ist, dann kann ich auch mit den Schiffsmodellen weitermachen, bei denen ich mich am meisten auskenne. Außerdem ist es im Schiffbaubereich für mich einfacher an Generalpläne, Zeichnungen oder auch (Detail)Fotos zu kommen.

Anfang Juni habe ich den Bau des X-Wing Starfighters aus der Star Wars Reihe vom Konstrukteur UHU02 im Rahmen eines Wettbewerbs begonnen. Und weil ich beim Basteln viel nachdenken kann, ist mir tatsächlich eine Idee für das nächste Projekt gekommen. Deswegen habe ich heute eine kleine Baupause eingelegt – ich bin mit dem Modell dem Baubericht ohnehin ein paar Tage voraus – und mich mit der Machbarkeit einer OGR 7, der Ari-Richtsäule, beschäftigt, die auf dem künftigen Projekt vorhanden ist. Als ich die 20 Bauteile ausgedruckt habe, musste ich ob der Größe echt schlucken. Meine Güte, ist das klein, aber es lässt sich bauen. Hier ist das Ergebnis…

Zwei, drei kleinere Korrekturen sind bereits in die Zeichnung eingeflossen. Somit gehe ich demnächst den Rumpf an und wenn der passt, dann … schaun mer mal, was es wird.

Eine weitere Idee habe ich auch schon für das Jubiläumsmodell und werde demnächst die Pläne bestellen.

Also, bis demnächst wieder…
Andreas

KÖF II in 1:87

Der Anleitungs- und Kontrollbau der KÖF II im Maßstab 1:87 ist abgeschlossen. 279 Bauteile sind es geworden, die sich auf viereinhalb DIN-A5-Bogen verteilen. Jeweils zwei Bogen sind auf 160g/m²- und 250g/,²-Papier gedruckt, während der halbe Bogen überwiegend zu rundende Bauteile auf 120g/m²-Papier enthält.

Der Modellbaubogen der Kleinlokomotive wird in meinem Kleinverlag die erste Neuheit im Jahr 2026 sein und könnte ab Anfang/Mitte Februar 2026 in meinem Online-Shop erhältlich sein. Der Preis wird 9,50 € zzgl. Porto betragen.

Die Radsatzmontagehilfe, die auf dem nächsten Foto zu sehen ist, wird nach vielen Überlegungen vorläufig nicht im Shop erhältlich sein, weil sie sich bisher nur für Radsätze mit innenliegenden Rädern, also Rädern zwischen den Längsrahmen, eignet.

Abschließend noch ein paar Fotos vom Anleitungsbau…

Das Modell passt auch super auf das H0-Gleis…

Allerdings habe ich auf Grund der Größe schon wieder Bedenken mit dem Maßstab 1:87. In 1:45 sind doch deutlich mehr Details möglich, die mir bei der „großen“ KÖF so viel Freude bereitet haben. Nun weiß ich echt nicht, in welchem Maßstab ich weitermachen soll.

Oder etwas doch wieder Schiffe in 1:250?

KÖF II in 1:87

Ich bin mit dem 275-Teile-Modell fertig bzw. das Modell mit mir und auch etwas Inneneinrichtung ist im Bogen geblieben. Ich kann gar nicht beschreiben wie klasse ich das Modell finde und hoffe, ich habe einen Weg zu einem „gut machbarem“ Modell gefunden, statt zu einem wegen der vielen Kleinstteile kaum noch bastelbaren Modell. Weil ich genau diese Klein- und Kleinstteile nicht mehr wollte, habe ich diejenigen Bauteile, bei denen sich das Papier beim Aussticheln mit dem Skalpell spaltete, „vorsichtshalber“ weggelassen. Eine Handvoll Bauteile sind aber trotzdem sehr dünn oder klein und durften einfach nicht fehlen.

Nach dem für mich begeisternden Modell der 1:45er Variante bin ich vom 1:87er noch begeisterter.

Des Weiteren habe ich mich auch entschieden im Maßstab 1:87 weiterzumachen und 1:45 für eigene Konstruktionen nicht weiter zu beachten. Ein nicht unerheblicher Grund ist, dass ich reiflich Überlegungen gemacht habe, die dazu führen könnten, dass ich mir tatsächlich noch eine elektrische Modelleisenbahnanlage aufbauen könnte. Bis zum Renteneintritt sind es nur noch 6 Monate und danach sollte doch wohl ausreichend Freizeit vorhanden sein. Und ich hätte die Möglichkeit sowie auch den Platz mir eine 6m lange Modulanlage mit 50cm Tiefe zu bauen.

Hinter einer 40cm hohen Kulisse wäre mit 20cm Tiefe auch noch Platz für den Ausbau mit einem Schattenbahnhof, was für zwei oder gar drei Gleise reichen dürfte. Auf dieser Anlage würden aus Kostengründen (Lokomotiven sind ja soooo teuer) wahrscheinlich nur ein oder zwei Züge digital fahren, aber ich könnte meine Kartonmodelle (mal sehen, wie viele es überhaupt werden) auf der Anlage platzieren und mit Gelände und eigenen Gebäuden schmücken. So, ist jedenfalls Stand heute, Weihnachten 2025, mein Plan … und ich kann mir vielleicht wirklich noch einmal wenigstens ein bisschen meinen Kindheitstraum erfüllen, auch wenn das alles nur kleine Hirngespinste sind.

Tja, und wenn ich so in mein Regal über dem Basteltisch schaue, dann finde ich mittlerweile vier KÖFs in unterschiedlichen Größen: 1:250, 1:87, 1:45 und aus Klemmbausteinen in 8w (8 Noppen breit).

Morgen beginnt dann der Anleitungs- und Kontrollbau des 1:87er Modellbaubogens.

KÖF II in 1:87

Zwischendurch habe ich mir noch eine „Radsatzlehre“ gebaut, damit die Räder später nicht herumeiern sondern gerade laufen.

Weil das Ding aus den LC-Teilen so hässlich war, bekam es eine Verkleidung.

Die Verkleidung war so doof und genauso unüberlegt, denn die Kartonstärke des 120g-Papiers trägt auf jeder Seite 0,15 mm auf. Beide Seiten zusammen ergeben 0,3mm zu viel und genau diese Breite fehlte mir beim Einbau der Radsätze zwischen den Längsrahmen. OK, die Räder drehen sich, aber sie schleifen etwas am Rahmen. Naja, dafür ist es ja auch „nur“ der konstruktionsbegleitende Bau, in den noch viele Änderungen eingehen.

KÖF II in 1:87

So, leeve Lüüd…

Ich wollte mir ja jetzt in der Weihnachtszeit überlegen, ob ich aus Platz-, Zeit- und Kostengründen weitere Eisenbahn-Konstruktionen in 1:87 (Spur H0) oder weiterhin in 1:45 (Spur Null) zeichne. Was liegt da näher als den Bogen meiner Köf II in CorelDraw ganz einfach von 1:45 auf 1:87 zu skalieren? Gesagt – getan!

Oha, die Bauteile werden ganz schön klein! Ich habe sämtlichen Bauteilen ein komplett neues Bogenlayout in DIN-A5 (viereinhalb Bogen sind es geworden) spendiert und dabei die Papierstärken der Bauteile angepasst.

LC-Teile auf 0,5mm bzw. gar 1mm wird es nicht mehr geben. Deswegen mussten natürlich auch diverse Markierungen von aufzuklebenden Bauteilen angepasst werden, weil diese auf Grund der Papierstärkenänderungen nicht mehr passten.

Irgendwann war ich soweit erstmal durch und konnte endlich den Anleitungsbau beginnen. Doch auch hier waren ziemlich schnell weitere Korrekturen fällig und aus dem geplanten Anleitungsbau ist ein konstruktionsbegleitender Bau geworden, denn es wird quasi eine Neukonstruktion, weil auch die Bauteile mehrerer Verdoppelungsflächen zusammengefasst werden konnten und sich auch eine neue Nummerierung anbot.

Mit dem Anbau der Achslager ist mir klar geworden, dass es nahezu unmöglich ist, einen von 1:45 auf 1:87 skalierten Modellbaubogen halbwegs vernünftig fertig zu bekommen, ohne dass man eine Menge Änderungen vornimmt, denn auch bei den angesprochenen Lagern musste ich auf Grund der Kartonstärke Kompromisse machen.

Hier ein Zwischenstand bevor es mit dem Führerstand weitergeht…

Die Anzahl der Bauteile bis hierhin hat sich von 222 auf 128 reduziert.

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